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Wie funktioniert Solarthermie?

Solarwärmeanlagen bringen Sonne ins Haus

Die beste Energie kommt direkt von der Sonne. Sie ist sauber, sicher und unerschöpflich. Immer mehr umweltbewußte Hausbesitzer nutzen die modernen Solarsysteme und erwärmen ihr Wasser für Küche, Bad und Raumheizung mit der unendlichen Kraft der Sonne. So können zwei Drittel des Warmwasserbedarfs und ein Viertel der Raumwärme pro Jahr mit der Solarwärmeanlage gedeckt werden.

Welche Bauteile sind in einer Solarwärmeanlage ?

Eine Solaranlage besteht im wesentlichen aus drei Bauelementen: Dem Sonnenkollektor, der Solar-Regelstation mit Pumpe und dem gedämmten Brauchwasserspeicher mit integrierten Wärmetauschern.

Der Sonnenkollektor

Standardmäßig wird in Deutschland der Flachkollektor eingesetzt. Der selektiv beschichtete Flachkollektor hat sich bezogen auf die mittlere Betriebstemperatur als System mit dem besten Kosten/Nutzenverhältnis herauskristallisiert. 80 % aller Anlagen werden mit Flachkollektoren ausgerüstet. Mit 546 kWh/m² pro Jahr ist der EURO C20 AR von Wagner & Co, Deutschlands leistungsstärkster Flachkollektor.

Wie funktioniert der Sonnenkollektor ?

Der Kollektor ist das Kernstück der Solaranlage. Er wird in die schräge Dachfläche oder freistehend z.B. auf einem Flachdach installiert. Im Inneren des rundum gedämmten Kollektors befindet sich der Absorber. Durch ihn fließt eine frostsichere Wärmeträgerflüssigkeit hindurch. Auf die dunkle und beschichtete Absorberoberfläche treffen die Wärmestrahlen der Sonne. Der Absorber "saugt" die Strahlen auf, wandelt sie in Wärme um und überträgt sie auf ein Wärmeträgermedium an der unteren Seite des Absorbers. Die temperaturdifferenz-gesteuerte Umwälzpumpe der Solar-Regelstation fördert die erwärmte Flüssigkeit durch das Rohrnetz bis zum Solarspeicher.

Der Solarspeicher

Im gedämmten Solarspeicher befinden sich zwei Wärmetauscher. Die gespeicherte Wärme aus dem Rohrnetz wird über den unteren Wärmetauscher an das Brauchwasser im Solarspeicher abgegeben und dort bis zur Entnahme gespeichert. Reicht die solare Erwärmung z. B. in den Wintermonaten nicht völlig aus, um das Brauchwasser im Speicher aufzuheizen, schaltet sich automatisch der zweite Kreislauf vom Heizkessel dazu. Über den zweiten Wärmetauscher im oberen Speicherbereich wird dann eine Mindestmenge des Wassers erwärmt und somit die Wärmeversorgung zu allen Jahreszeiten sicher gestellt.Wichtig ist die richtige Wahl des Solarspeichers. So verfügt beispielsweise der ECOplus-Solarspeicher von Wagner & Co über eine Konvektionsbremse und eine starke Wärmedämmung, die das warme Wasser über einen langen Zeitraum speichert.


Warmes Wasser von der Sonne mit System erzeugen

Die Qualität einer Solaranlage darf also nicht nur an der Leistungsfähigkeit des Kollektors gemessen werden. Auch die fachgerechte Installation, die Dämmung der Leitungen, die Qualität des Speichers und die Funktionalität des Solarreglers sind für die einwandfreie Funktion und den Solarertrag des Gesamtsystems ganz entscheidend.

Fazit: Eine Solarwärmeanlage sollte beim Neubau oder der Heizungserneuerung immer berücksichtigt und mit einem entsprechenden Bonus gewürdigt werden - der Umwelt und unseren Kindern zuliebe.

Solartechnik wird staatlich gefördert

Solaranlagen werden mit einem staatlichen Zuschuss je nach Vorhaben (Errichtung oder Erweiterung), Verwendungszweck der Anlage und Art des Antragsstellers pro angefangenen Quadratmeter Kollektorfläche vom Bund gefördert. Wir geben Ihnen eine kurze Übersicht über die vielfältigen Fördertöpfe und empfehlen Ihnen, neben der Bundes- bzw. Landesförderung auf jeden Fall auch die Zuschüsse der Kommune oder dem Energieversorger vor Ort zu erfragen. Die Mühe lohnt sich auf jeden Fall!

Bundesförderung (www.bafa.de):

Zudem liefert die Sonne kostenlose Wärme, so dass ein Teil der Kosten für Öl oder Gas mit Solarwärmeanlagen eingespart werden. Solarwärmeanlagen sind heutzutage für jede Familie bezahlbar und wirtschaftlich interessant.

Bildquelle:
www.wagner-solar.com


So funktioniert eine Solaranlage

Im Sonnenkollektor heizt sich der Absorber durch die Sonnenstrahlung auf. Die durch den Absorber zirkulierende Flüssigkeit erwärmt sich und wird zum Speicher gepumpt. Dort wird über einen Wärmetauscher die gewonnene Wärme an das Brauchwasser abgegeben. Eine elektronische Regelung sorgt dafür, daß die Umwälzpumpe nur dann läuft, wenn die Absorbertemparatur höher ist, als die des Speichers.

oder ganz kurz:
Funktionsschema einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung mit Kollektor, Regelung und Nachheizung.